Jazz und Kunst begegnen sich |

Sparda-Lounge in der Kunsthalle

Fotos: Stefan Pieper

Recklinghausen, 24.10.2017 | Banken lenken die Geschicke der Menschheit - und sind auch für das (Über-)leben der Kultur einflussreich. Unlängst verabschiedete sich eine große Bank aus der Förderung einer renommierten Recklinghäuser Konzertreihe - aber die Konkurrenz schläft nicht und lässt durchaus ein Bewusstsein für den Wert „weicher Standortfaktoren“ erkennen, wozu auch der Jazz gehört!

Als jüngste neue Errungenschaft für Recklinghausen kann die Sparda-Jazz-Lounge angesehen werden: Diese findet einmal im Monat in der ehrwürdigen Recklinghäuser Kunsthalle statt: Hier erlauben kleine, aber feine Konzerte dem Kunstliebhaber neue, vielleicht ungeahnte Berührungen mit Jazz - zugleich können Jazzfans auch mal ganz nebenbei auf die Schöpfungen der Gegenwartskunst neugierig werden - ein gewollter und sinnvoller Synergieeffekt ist dies allemal!

Für die Programmplanung zeichnet Ingo Marmulla verantwortlich, der wohl als „der“ Recklinghäuser Stadt-Jazzmusiker anzusehen ist und schon seit Jahrzehnten die besten Jazzmusiker aus NRWs reicher Szene nach Recklinghausen holt. Die zweite Ausgabe der neuen Konzertreihe in der Kunsthalle am nächsten Freitag lässt feine, manchmal exotische, aber immer tief empfundene Duo-Berührungen erwarten: Für so etwas steht die grenzgängerische Sängerin und Vokalkünstlerin Filippa Gojo, die mit Sven Decker einen einfühlsamen Dialogpartner an ihrer Seite hat. Mit Stimme, Shrutibox, Kalimba und Sansula sowie Klarinette, Glockenspiel und Melodica lässt das Duo Klänge entstehen, die den Zuhörer fordern, betören und umarmen.

Nach ihrem Jazzgesang-Studium an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln, war Filippa Gojo nach kurzer Zeit schon mit deutschen Jazz-Größen und renommierten Klangkörpern wieder WDR-Bigband, sowie ihrem eigenen Quartett mitten im Geschehen. Auch Sven Decker, der Jazz-Saxofon an der Folkwang Hochschule Essen studierte, und lebt und arbeitet seit 2011 in Köln und ist fest in der deutschen und internationalen Jazz-Szene etabliert.

Freitag, 27. Oktober, Beginn 18 Uhr. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei.