Tiefempfundene Ausdruckswelt |

Simin Tander im Dorstener LEO

Dorsten, 14.06.2018 | Simin Tander zählt zu den erstaunlichsten Persönlichkeiten des jungen europäischen Jazz. Mit ihrer betörend zärtlichen und genauso expressiven Stimmenkunst baut diese Sängerin Brücken zwischen abendländischem Jazz und arabeskem Vokalflug, zwischen Songwriting-Experiment, Chanson und intimer Ballade.Am kommenden Freitag besteht im Dorstener Kulturzentrum LEO Gelegenheit, in die tiefe Ausdruckswelt dieser Sängerin einzutauchen.

Als Tochter eines afghanischen Vaters wuchs sie in Köln auf. Schon im Kindesalter wurde ihr erstaunliches Gesangstalent entdeckt, das Angebot eines kommerziellen Plattenvertrages schien später wie eine logische Konseqenz. Sie lehnte erst mal ab,um in Holland Jazz zu studieren. Kein Fehler, denn mit einem dezidierten Willen, musikalisch tief zu blicken, hat sie zu ihrer eigenen vokalen Sprache gefunden. Sie kann mittlerweile eine CD-Veröffentlichung auf dem renommierten ECM-Label vorweisen, aber vor allem sind es ihre eindringlichen Live-Konzerte, mit denen sie ihr Publikum zu verzaubern weiß. Auch tourte die vielgefragte Künstlerin schon in Korea und China, stand gerade auf dem Hamburger Elbjazz-Festival im Rampenlicht und ist auch für das North Sea Jazzfestival gebucht. Zum hohen Entdeckungswert ihrer Konzerte gehört, dass sie gleich in mehreren Sprachen singt, wozu auch das afghanische Pashtu gehört, wenn sie Gedichte aus der Feder ihres Vaters vertont. Im Dorstener LEO tritt sie einer betont kammermusikalischen Besetzung auf mit Franz von Chossy am Piano und dem Kontrabassisten Cord Heineking.

Freitag, 15. Juni 2018

Kulturzentrum LEO, Dorsten

Beginn 20 Uhr

Info und Tickets unter

www.publicjazz.de