Von der Jazz-Prominenz lernen |

Neues Visiting Artists Program an der Folkwang Hochschule

Essen, 30.07.2018 | Chris Potter, Rudresh Mahantappa. Joe Lovano. John Clayton. Und wahrscheinlich auch Brad Mehldau und Vijay Iyer. Sie alle kommen zwischen August 2018 und November 2019 an die Folkwang Universität der Künste in Essen, um jeweils in einem Block von 4 Tagen intensiv mit den Studierenden der Hochschule zu arbeiten. Dies sind die ersten sechs von insgesamt zwölf international renommierten Musiker das neue Folkwang Jazz Visiting Artists Program. Es ist zunächst auf 3 Jahre angelegt und geht vom Sommer 2018 bis zum Sommer 2021. Mit diesem Programm erweitert sich das reguläre Curriculum des Studiengangs Jazz um ein hochkarätiges Zusatzprogramm. Möglich wird dieses außerordentliche Angebot an die Studierenden durch die Förderung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.

Aktuell ist Peter Herborn mit Chris Potter über Details für den ersten Workshop im Gespräch. „Für die Studierenden ist der Impuls, mehr zu geben, einfach größer“, sagt Prof. Peter Herborn, Leiter des Studiengangs Jazz an der Folkwang Universität der Künste. Gemeint ist jene spezielle Situation, wenn anerkannte Weltstars des Jazz ihr Können und ihre Erfahrung an junge Musikerinnen und Musiker unmittelbar weitergeben. Pro Jahr werden vier weltweit renommierte KünstlerInnen jeweils vier Tage im Block mit den Studierenden arbeiten. Das Debut mit dem Gastspiel des Saxofonisten Chris Potter ist schon ganz bald, nämlich im August 2018. Es folgt eine Masterclass mit Rudresh Mahanthappa Ende Oktober 2018. Für das Jahr 2019 sind Joe Lovano (Ende März) und Brad Mehldau (zweite Jahreshälfte 2019), Vijay Iyer und John Clayton (November 2019) nach Essen eingeladen.

Gleich vier Tage am Stück mit Chris Potter, Rudresh Mahanthappa, Joe Lovano oder John Clayton arbeiten zu können, ist ein nicht-alltäglicher Luxus, da die gängige Workshop-Praxis normalerweise mit einem bis höchstens zwei Tagen vorlieb nehmen muss. Im Jazz-Studiengang der Folkwang Universität der Künste soll aber tiefer eingetaucht werden. Dafür braucht es längere Zeiträume ohne Unterbrechung. „Wir wollen einfach, dass sich bei diesen Workshops viel mehr als sonst üblich aufbaut“, bekundet Peter Herborn den Willen zur pädagogischen Nachhaltigkeit. Mit diesem Anspruch hat das Visiting Artists Program alle Chancen, als Ergänzung zum regulären Curriculum zum neuen Highlight des Studiengangs Jazz an Folkwang zu werden.

Alle eingeschriebenen Jazz-Studierenden sind zur Teilnahme an den Workshops eingeladen – und zwar unabhängig vom Instrument! Schließlich geht es im Jazz um Aspekte wie individueller Charakter und künstlerische Haltung. Was natürlich den musikalisch-handwerklichen Aspekt nicht ausschließen wird. An den Masterclass-Tagen wird der normale Vorlesungsplan ausgesetzt. So kann jeder teilnehmen, der sich hier ernsthaft und aktiv einbringen will. Der Kammermusiksaal und das Pina Bausch Theater werden einen würdigen Rahmen für alle Veranstaltungen der renommierten Gäste abgeben.

Weitere Infos unter:

http://www.folkwang-jazz.de

http://www.folkwang-jazz.de/visiting-artists.html