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New Colours Festival 2022 |

Der Jazz bekommt einen prominenten Botschafter

Fotos: Wolfgang Weßling, public jazz

Gelsenkirchen, 28.06.2022 |

Der erste Botschafter des neuen NEW COLOURS Festival Gelsenkirchen ist kein geringerer als der Bestseller-Autor Klaus-Peter Wolf. Der gebürtige, im Stadtteil Ückendorf aufgewachsene Gelsenkirchener Autor ist einer der erfolgreichsten Kirmi-Autoren Deutschlands.

Auf die Nachfrage, warum er das Festival denn unterstützten würde, sagte er: „Ohne gute Livemusik wären wir arm. Wir brauchen all das. Musik. Literatur. Jede Form von Kunst – ist wichtig für die Seele.“

Der gebürtige, im Stadtteil Ückendorf aufgewachsene Gelsenkirchener Autor ist einer der erfolgreichsten Kirmi-Autoren Deutschlands. Mit seinen „Ostfriesen-Krimis“ landet er regelmäßig auf Platz 1 der Spiegel Bestsellerliste. Aber Klaus-Peter Wolf ist nicht nur Krimi-Autor. Für seine Bücher und Filme wurde er auf drei Kontinenten mit unzähligen Preisen ausgezeichnet, so u.a. mit dem Anne-Frank-Preis und dem Erich-Kästner-Preis. Bislang wurden seine Bücher in 26 Sprachen übersetzt und über 13 Millionen Mal verkauft worden.

Die ganze Vielfalt des europäischen Jazz

Auf 13 internationalen Konzerten an acht Spielstätten rund um Gelsenkirchen verschafft sich vom 8. bis 11. September die Vielfalt des aktuellen europäischen Jazz Gehör. Das New Colours Festival bündelt in logischer Konsequenz eine zehnjährige Erfahrung beim Veranstalten von Jazzkonzerten im Ruhrgebiet. Die Stadt Gelsenkirchen mit seinen vielen Stadtteilen repräsentiert die ganze Vielfalt und Buntheit des Ruhrgebiets – in diesem Sinne möchte das New Colours Festival auch zur Stadterkundung animieren. Von einem 60 Meter hohen ehemaligen Förderturm der Zeche Nordstern geht es ins Schloss Horst, einem der bedeutendsten Renaissance-Schlösser Westfalens. Ein ganz anderes Flair verströmt das Kreativquartier Ückendorf, wo die Heilig-Kreuz-Kirche zu einem Veranstaltungsraum erster Güte umgebaut wurde. Eine der prächtigsten, postindustriellen Veranstaltungshallen ist der stadt.bau.raum in Gelsenkirchen, der nach vielen Jahren endlich wieder mit hochkarätigem Jazz bespielt werden kann. Aber die Musik dieses Festivals dringt auch bis auf Bauernhöfe und Kohlenhalden vor.

Exklusive Gastspiele

Überregionale Anziehungskraft geht beim New Colours Festival von prominenten Headlinern aus: Ein exklusiver Soloauftritt des wohl einflussreichsten deutschen Jazzpianisten Joachim Kühn im Schloss Horst krönt das Festival. Ein Wieder-Hören gibt es mit dem Norweger Bugge Wesseltoft, der einst den Piano-Jazz mit elektronischen Sounds fusionierte und in der Frühzeit der FineArtJazz-Konzertreihe einen vielbeachteten Soloauftritt hingelegt hatte. Aktuell bildet er zusammen mit Dan Berglund und Magnus Östrom (Esbjörn Svensson Trio) das Trio „Rymden“ und setzt gewissermaßen das würdige Erbe des verstorbenen Esbjörn Svensson fort.

Entdeckungen

Es ist erwiesen, dass die Bereitschaft des Publikums für Neuentdeckungen auf Festivals am höchsten ausgeprägt ist. Dafür gibt es beim New Colours Festival reichlich, etwa in Gestalt des slowenischen Cellisten und Schlagzeugers Kristijan Kranjcan, auch „Drumming Cellist“ genannt. Was in diesem Fall wörtlich zu nehmen ist: Simultan spielt er beide Instrumente, ebenso wie er Klassik, Jazz und manchmal auch afrikanische Musikelemente miteinander vernetzt. Ganz anders, aber nicht minder originell und künstlerisch bezwingend agiert eine junge Berlinerin mit dem Künstlernamen „Kid be Kid“ – unvergleichlich und virtuos ist ihre Fusion aus Beatboxing, Klavierimprovisation und Underground Elektronik.

Szene NRW

Aus der reichen Vielfalt der Jazzszene NRW fiel die Wahl auf Roman Babiks multikulturelle Urban Wedding Band, welche in ihrer Musik lebendige musikalische Geschichten zwischen Ost und West erzählt. Gespannt sein darf man auch auf eine neue Formation des Essener Bassisten Moritz Götzen zusammen mit der Geigerin Julia Brüssel und Jonas Hemersbach.

Explosive Street Jazz

Die neuen Farben des zeitgenössischen Jazz sind an diesen Tagen auch im öffentlichen Raum von Gelsenkirchen präsent. Das elfköpfige Fischermanns Orchestra aus Luzern bezeichnet die favorisierte Musikrichtung als "Explosive Street Jazz" und bespielt damit Bühnen und Plätze auf der ganzen Welt. Für das New Colours Festival hat die Truppe einen Überraschungs-Gig in der Innenstadt angekündigt. Mehr noch: Die elfköpfige Band will danach ihr Publikum mitnehmen auf eine musikalische Wanderung hoch hinauf auf die Halde Rungenberg.

Ein abgerundete Palette

Freunde von gepflegtem Souljazz können sich von der Gesangsstimme von Jeff Cascaro betören lassen. Eine spannende, durch ihre spielerische Eleganz bestechende Newcomer-Band heißt „Purple is the colour“ und eröffnet das Festival am 8. September im stadt.bau.raum. Und die Farbpalette wird durch ein weiteres Piano-Highlight aus Italien komplettiert. Das Angelo Comisso Trio gibt sich bei einer Matinee auf Schloss Horst die Ehre.

Starthilfe und Unterstützung

Der Neustart eines Festivals ist ein ambitioniertes Projekt und braucht Unterstützung aus vielen Richtungen. Der Gelsenkirchener Verein zur Förderung von Jazz & Kunst wird dieses Festival finanziell und mit ehrenamtlichen Engagement unterstützen und so dazu beizutragen, dass es zu einer Erfolgsgeschichte in und für Gelsenkirchen wird. In die Zielgerade kommt aktuell eine Crowdfunding Kampagne, die noch bis zum 22.5 läuft.

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