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Weniger ARD-Länderanstalten

Mehr Leistung und Vielfalt durch Strukturwandel

München, 13.12.2023
FOTO: Dr. Florian Herrmann

Das, was von den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten unter dem Radar, an die Öffentlichkeit dringt, mutet, zumindest schon einmal im Kulturbereich, wie der Beginn einer Gleichschaltung der Medien an.

Nach der Ankündigung der ARD, dass schon ab dem 2. Quartal 2024 im Hörfunk die verschiedenen Infowellen künftig von 20.00 bis 24.00 Uhr ein Gemeinschaftsprogramm senden sollen, fordert Bayrische Medienminister Dr. Florian Herrmann, die Zahl der Landesrundfunkanstalten zu senken. Wie die dpa berichtet, sagte Herrmann: "Ich fordere eine strukturelle Reform der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, die wirklich einschneidend ist und die auch weh tut." Es gehe um eine grundsätzliche Veränderung: "Ich weiß, dass es Widerstände geben wird. Aber es hilft nichts."

Über die Zahl der neun öffentlich-rechtlichen Landesrundfunkanstalten wird immer wieder diskutiert. Widerstand gegen eine Verringerung kommt unter anderem auch aus der Politik der jeweiligen Länder.

Gegenwärtig läuft das Verfahren zur Festlegung des Rundfunkbeitrags ab 2025. Mitte November war bekanntgeworden, dass er vorläufigen Berechnungen von Finanzexperten zufolge von monatlich 18,36 Euro auf 18,94 Euro steigen sollte. Mehrere Ministerpräsidenten haben sich bereits gegen eine Erhöhung ausgesprochen - darunter auch Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU).

Herrmann betonte im Interview: "Ich erwarte deshalb, dass die Sender stärker darüber nachdenken, wo und wie sie Kosten senken können - und zwar nicht, indem sie weniger Leistung bei Vielfalt und Qualität erbringen, sondern wirklich in Form struktureller Reformen."

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